Montsià – Walking above the Ebro deltaMontsià – Wandern hoch über dem Ebrodelta

Montsia 1It is 7 o’clock, or rather 6 o’clock, last night started summer time, and we are all looking fairly tired, but our moral is high. We, that is a group of hikers that meet up once a month to do a days outing in a part of Catalunya. Today we head off to walk in the Sierra de Montsià, south of the rio Ebro delta. Montse and Jordi have chosen todays tour that starts right away with a decent climb. It doesn’t take long and we are getting rid of all access clothing. The winter was long and wet and for the first time this year we have the impression that spring has finally won over the dull and long winter. Montse walks ahead, we follow one by one. We talk and laugh amongst another and whilst we climb uphill, so does the temperature reaching over 20°C. The mountainside is strewn with headhigh bushes of rosemary covered in lightblue blossoms, whereas the thymeshrubs are covered in violet ones. Someone up front picks up herbs, crumbles them and the scent lingers in the warm air. By the wayside it blossoms bright violet and yellow. Miniature daffodils. The peak is still a long way away and more and more voices are pleading for a breakfast break. We sit on the next meadow and unpack our sandwiches. Raimon was so canny as to bring coffee for everyone, Josep and Jordi open up a couple of wine bottles, Pera’s flask full of brandy makes a round and Paqui, who couldn’t even make it today, was so thoughtful and gave her husband a sweet coca – made of yeast dough – for us to eat.

Montsia 2Well nourished we continue uphill. Our todays destination is the ‘Foradada’ at 671 m, a hole formation in the rocks that offers some spectacular panoramic views of the Ebro delta. Raimon points out the musslefarms in the bay and the reams of fields with miles of irrigation canals – the rice plantation. The Moores brought rice into Spain in the 8th century. Ever since then it has formed a major part in many catalonian and valencian dishes like arroz brut (rice soup), rice with eel or wild duck, with beans and swede and lots more.

Montsia 3Rosa and Angels could name many more possibilities of preparing rice, but Magda and I plead for silence as our mouth is watering and our stomach churning. It is still quite a way to the next highlight of the day: lunch. Another little climb, then the descend along a narrow path, filled with rubble, on the left and right hand side the typical mediterranean flora: juniper, pine, pistacio shrubs… After 5 hours of unhurried walking and a fair amount of breaks, we have reached our final destination for today, the hostal of Deltebre, that awaits us with a the star amongst the rice dishes: a big paella.Montsia 1Wir sehen alle noch reichlich verschlafen aus, an diesem Sonntag morgen um 7 Uhr. Letzte Nacht war Zeitumstellung und eigentlich ist es eigentlich erst 6, aber egal, die Laune ist hervorragend. Wir, dass ist eine Truppe von Wanderbegeisterten, die sich einmal im Monat treffen und einen Tag gemeinsam Katalonien erkunden. Heute geht es mit dem Bus ins Ebro Delta, zur Sierra Montsià, einem südlich gelegenen Bergrücken. Montse und Jordi haben die heutige Wanderung ausgetüftelt. Es fängt gleich mit einer guten Steigung an, sodaß wir uns recht bald unserer Jacken und Pullover entledigen. Der Winter war lang und feucht und hat man zum ersten Mal den Eindruck, dass sich nun endlich der Frühling etabliert hat. Montse geht voran, wir folgen im Gänsemarsch. Untereinander wird erzählt und gelacht und während wir den Berg erklimmen, klettert die Temperatur munter mit auf über 20°C. Die Berghänge sind übersät von mannshohen zartblau blühenden Rosmarinsträuchen und niedrigen Thymianbüschen, bedeckt von hellvioletten Blüten. Jemand vorne zerreibt die Kräuter in den Händen und der Duft wabert durch die warme Luft. Am Wegesrand blüht es violett und knallgelb, wie Miniaturosterglocken. Der Gipfel ist noch längst nicht erreicht, aber der Ruf nach einer Frühstückspause wird laut. Alle machen es sich auf der nächsten Wiese gemütlich und packen ihre Brotzeit aus. Der umsichtige Raimon hat Kaffee für alle dabei, Josep und Jordi öffnen ein paar Weinflaschen, Pera lässt seine Trinkflasche mit Brandy kreisen und Paqui, die heute gar nicht dabei sein kann, hat ihrem Mann eine Coca – einen typischen Hefeteigfladen –für uns mitgegeben.

Montsia 2Gut gestärkt geht es weiter bergauf. Unser Ziel für heute ist die ‘Foradada’ auf 671 m, eine Formation großer Löcher im Fels, die einen spektakulären Ausblick auf das Ebrodelta bieten. Raimon zeigt in der Ferne auf die Muschelfarmen und unzählige mit feinen Bewässerungskanälen durchzogene Felder – den Reisplantagen.

Montsia 3Im 8. Jhd. gelangte der Reis mit den Mauren nach Spanien und ist besonders in der katalanischen und valencianischen Küche keine schlichte Beilage, sondern Hauptbestandteil vieler Gerichte wie Arroz Brut (Reissuppe), Reis mit Aal oder Wildente, mit Bohnen und Steckrüben und und und. Rosa und Angels könnten noch unzählige weitere Zubereitungsarten aufzählen, aber Magda und ich bitten um Rücksicht. Uns ist das Wasser im Mund zusammengelaufen und der Magen knurrt bereits ganz schön, denn wie könnte unsere Wanderung auch anders enden als mit einem Essen? Bis dahin dauert es allerdings noch. Ein weiterer kleiner Anstieg über den nächsten Bergrücken hinweg und dann erst geht es abwärts über einen schmalen Weg, voller Geröll, rechts und links die typische Mittelmeerflora: Wacholder, Kiefern, Pistaziensträucher… Nach 5 Stunden gehen (gemütlich) und pausieren (ausreichend), ca. 600 Anstieg und Abstieg, ist es soweit und wir kehren allesamt in der Alberge von Deltebre zu einer Riesenpaella ein. Bon profit!

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