Calçotada en Bellvei Calçotada in Bellvei

CalcotadaWho would have thought that at the edge of an industrial area one can find a first class culinary delight? At Jaumes finca each year, at the beginning of march, friends gather to celebrate a very typical catalonian ritual: the calçotada, the spring onion feast.
Amongst the 50 very good humored guests gather some of the best wine and cava makers of the region, an enologist, a ornithologist, a geologist, three belgians, cooks, a musician and many many singers.
Each one of them has brought a delicacy and so the long table bends heavy under the weight of the many sausages butifarras, sobrasadas and xistorras, crispy fried bacon and pigs ears and bottles full of the best wine and cava from each one of the wine-growers. The first begin to think their belly cannot handle any more food, but that is only the start of it.
Since 10 o’clock in the morning Jaume and the three belgians have kept the grill going and by 3 in the afternoon all of the 1050 calçots have been barbecued. Each visitor receives their dozen of spring onions wrapped in newspaper, a good portion of selfmade romesco sauce and off they go. Unwrapping, grabbing the calçot at the top, peeling of the blackened outside. The soft, tender inside is then dipped into the sauce, head back, mouth open and slowly down the throat. Mmmmmh, mouthwatering, wonderful! The first begin to compliment the deliciously cooked calçots and the inquiry starts on finding the one responsible for making such an excellent sauce. A toast to Jaume and the reina de la salsa follows.
After the first calçots have been eaten, it is usually time to comment each others techniques in peeling the black of the onion. But no matter how you do it, you always end up with charcoal black hands. And that is the fun of it! In a society where good food is being given great importance and restaurants court to attract guests with extraordinary menues, white tablecloths, starched napkins, fine porcellain and perfectly coordinated wine glasses, here it all boils down to the essential. Good food, good wine and to hell with etiquette! Bon profit!CalcotadaWer hätte gedacht, daß direkt am Rande eine Industriegebietes eine kulinarische Herausforderung erster Güte wartet? Auf der Finca von Jaume finden sich jedes Anfang März viele Freunde ein und begehen ein katalanisches Ritual: Die Calçotada, das Frühlingszwiebelessen.
Unter den 50 sehr gut gelaunten Gästen befinden sich einige der besten Winzer der Region, ein paar Mitbewerber aus der Rioja, ein Önologe, ein Ornithologe, ein Geologe, drei Belgier, Köche, ein Musiker und viele, viele Sänger. Jeder hat von zu Hause eine Spezialität beigesteuert und so biegt sich die lange Tafel zum Aperitif unter leckeren Würsten butifarras, sobrasadas und xistorras, knusprig gegrilltem Schweinebauch und -ohren und dem besten Wein und Cava, den jeder anwesende Winzer beizusteuern hat.

Wenn sich bei den ersten schon ein leichtes Sättigungsgefühl eingestellt hat, fängt es erst richtig an. Seit morgens um 10 hält Jaume mit den Belgiern das offene Feuer in Fach und nun ist es nachmittags um 3 und die 1050 Frühlingszwiebeln sind geröstet. Jeder Teilnehmer bekommt ein Dutzend in Zeitungspapier eingewickelte calçots gereicht, aus einem großen Topf nimmt sich alle eine gute Portion selbstgemachte Romesco Sauce und es geht los. Alle wickeln aus, packen die Zwiebel am oberen Ende und schälen das schwarzverkohlte Äussere ab. Das helle, zarte Innere wird in Sauce getunkt, Kopf in den Nacken, Mund auf und langsam in selbigen gleiten lassen.

Hmmm, aahhh, wunderbar, lecker! Ein Hoch auf die perfekt zubereitete Delikatesse erklingt von überall, die für die wunderbare Sauce zuständige Köchin wird ausfindig gemacht und es erfolgt ein erster Toast bei dem alle nach dem nächsten Glas greifen und auf Jaume und die reina de la salsa anstossen.

Nachdem die ersten calçots verspeist sind, werden die unterschiedlichen Schältechniken ausgetauscht, aber das Endergebnis ist immer das gleiche: Pechschwarze Hände. Genau das ist jedoch der Spaß. In einer Gesellschaft, wo gute Küche geschätzt wird, die Restaurants mit außergewöhnlichen Menuekombinationen, weißen Tischdecken, gestärkten Servietten, feinstem Porzellan und perfekt auf die Weine abgestimmten Gläsern um die Gunst der Gäste buhlen, kehrt man hier zum Wesentlichen zurück: Gutes Essen, guter Wein und zum Teufel mit der Etikette!

Bon profit.

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